„First Derm“: Neue App erkennt Hautkrebs

Berkeley (pte020/27.05.2019/11:47) – Mithilfe der App „First Derm“ http://firstderm.com lassen sich gefährliche Hautveränderungen untersuchen. Der User muss lediglich zwei Bilder der betreffenden Körperstelle aufnehmen und diese hochladen. Zusätzlich verfügt die Anwendung über eine Maske, in die eine Beschreibung zu den Fotos eingegeben werden kann. Dermatologen, die sich bei First Derm registriert haben, stehen nun zur Verfügung, um die Hautveränderung zu begutachten.

Info binnen 24 Stunden. Laut den App-Entwicklern antworten die Dermatologen innerhalb von 24 Stunden und geben kompetentes Feedback zu den übermittelten Fotos. Für den Service müssen Nutzer eine Gebühr via Kreditkarte entrichten. Den Programmierern von First Derm zufolge sind die Daten anonym und sicher. Die Anwendung soll ihre User vor allem dadurch entlasten, keine Arzttermine mehr vereinbaren zu müssen. Das angewandte Verfahren wird als „Teledermatologie“ bezeichnet.

Dennoch zeigen sich Hautärzte in Bezug auf diese und andere Apps dieser Art skeptisch. „Besonders im Fall von Muttermalen machen mich derartige Anwendungen nervös. Ein Melanom kann in seiner Erscheinung sehr vielfältig sein“, erklärt Hautärztin Elizabeth Fahrenbach vom Institut North Branch Dermatology http://northbranchdermatology.com . Die Anwendung setze das Vertrauen in den Patienten voraus, dass dieser Anomalien von selbst erkennt.

App ersetzt Arztbesuch nicht. Laut Fahrenbach kommen Patienten des Öfteren wegen einer bestimmten Hautstelle, die ihnen Sorgen bereitet. Während der Untersuchung würden aber noch weitere Hautveränderungen zum Vorschein kommen, die der Patient gar nicht wahrgenommen hat. Hier könne eine App keinen Ersatz für eine ärztliche Untersuchung bieten, betont die Dermatologin.

Anm. MedicalLearning.de: Die App ist auch in Deutschland verfügbar. Text in der Beschreibung: „Fragen Sie für 29€ überall, jederzeit und anonym online einen Dermatologen.“

Quelle: www.pressetext.com

Feinstaub und NOx: gibt es da keine App?

Die Themen Stickoxide und Feinstaub geistern ja mittlerweile schon seit Jahren durch die Boulevard-Zeitungen und ebenso durch die medizinische Fachpresse. In der letzten Zeit hat sich eine lebhafte Diskussion um den Pneumologen Dieter Köhler entwickelt der behauptet hat, dass die Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub die realen Gesundheitsgefahren nicht widerspiegeln.

Als User, insbesondere als aufgeklärter, möchte man sich gerne auch seine eigene Meinung bilden und wissen, wie hoch denn die Stickstoff- oder Feinstaubbelastung in der eigenen Umgebung (und auch in den Wohnräumen) wirklich ist. Und da wird es schon etwas schwieriger, denn einen Feinstaubsensor oder einen NOx-Sensor der ins Smartphone integriert ist – den gibt es leider noch nicht. Aber wo bekommt man sonst standortgenaue Informationen zur Luftqualität?

Da gibt es zum Beispiel die Website luftdaten.info, ein Citizen Science-Projekt, welches (aus Stuttgart stammend) sich natürlich der Feinstaubproblematik ganz besonders verschrieben hat. Man findet dort auch einen Bastelsatz für das eigene Feinstaubmessgerät. Wer allerdings den Weg zum Bau- oder Elektronikmarkt scheut, der kann auch ein professionelles Messgerät für einige Hundert Euro bei Amazon bestellen. Aber diese Messapparate sind alle nicht handtaschentauglich.

Die Website vom Umweltbundesamt liefert viele Daten, ist aber für einen ganz kurzen Blick nur bedingt geeignet. Zwei positive Beispiel haben wir aber doch noch: die App umweltinfo.de von der Bayerischen Staatsregierung (Beispiel im Foto unten) und die App Breathe – Luftqualitätsmonitor. Letztere kooperiert mit der o.g. luftdaten.info.

Zumindest für einige Regionen findet man also die gesuchten Werte. Aber auch hier scheitert eine flächendeckende Standortgenauigkeit an der relativ geringen Zahl der Messstationen. Ähnliches kennen wir schon von der Analyse der Pollenbelastung. Für die bundesweite Hochrechnung der Pollenfluginformation ist man letztlich auf die Ergebnisse von ca. 50 stationären Pollenfallen angewiesen. Wie hoch die lokale Belastung wirklich ist, kann auch hier niemand exakt sagen.

Neue Kosmetik-App hilft Allergikern

Die COSMILE-App scannt den Strichcode auf der Verpackung oder am Verkaufsregal und bedient sich dann einer Inhaltsstoff-Datenbank mit mehr als 23.000 Einträgen. Alle Inhaltsstoffe, die in einem gescannten Produkt enthalten sind, werden mit der deutschen Bezeichnung oder Beschreibung und der jeweiligen Funktion erläutert. Die Informationen umfassen auch Einschätzungen des Umweltbundesamtes oder des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Inhaltsstoffe kosmetischer Produkte werden in den EU-Ländern einheitlich nach der INCI-Systematik (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) bezeichnet. Alle bei der Herstellung verwendeten und im Fertigprodukt noch vorhandenen Bestandteile eines kosmetischen Produktes müssen gekennzeichnet werden. Laut Kosmetikrichtlinie müssen 26 nachgewiesenermaßen hochallergene Duftstoffe einzeln mit ihrem INCI-Namen genannt werden, wenn deren Konzentration in den Produkten bestimmte Werte überschreitet (z.B. in Shampoo mehr als 0,01%, in Lotionen, Make-up oder Sonnencremes über 0,001%).

Insbesondere Allergiker werden von dieser schnellen Identifizierungshilfe beim Einkauf kosmetischer Produkte profitieren. Individuelle Allergieauslöser, wie zum Beispiel Duftstoffe oder andere Stoffe, für die eine Unverträglichkeit bekannt ist, können mit COSMILE leicht erkannt, markiert und zukünftig gemieden werden.

Durch eine direkte Einbindung der Herstellerfirmen verfügt COSMILE stets über einen aktuellen Datenbestand. Der Verbraucher kann ausgewählte Produkte in der App hinterlegen und wird informiert, sobald sich an der Produktformulierung etwas ändert.

Die COSMILE-App ist kostenfrei und dennoch frei von Werbung. Für iOS und Android.

Weitere Informationen zum Download unter https://cosmile.app