Max-Planck-Gesellschaft kündigt Elsevier

Die Max-Planck-Gesellschaft, eine Top-Adresse europäischer Grundlagenforschung, hat alle Abonnements für Zeitschriften des Elsevier-Verlags Ende 2018 beendet. Eine gute Entscheidung. Die MPG unterstützt damit das nationale Lizensierungsprojekt DEAL, das von 200 Universitäten und Forschungseinrichtungen unterstützt wird.

Worum geht es dabei? Forschende und die Allgemeinheit sollten einen kostenfreien(!) Zugriff auf Forschungsergebnisse erhalten. Dem haben die wissenschaftlichen Verlage, allen voran der Marktführer Elsevier, durch ihre Bezahlschranke einen Riegel vorgeschoben. Ohne Abonnement gibt es keinen Zugriff auf die Artikel. Elsevier produziert etwa 3.500 Fachzeitschriften und erzielt einen Jahresumsatz von 2,7 Mrd. € – bei einer sagenhaften Umsatzrendite von annähernd 40%. Aufgrund der aggressiven Preispolitik wurde der Verlag immer wieder kritisiert.

Die MPG setzt auf die Initiative Open Access 2020. „Unser Ziel ist es, den Publikationsoutput der MPG … im Laufe der nächsten Jahre nahezu komplett frei zugänglich zu machen, “, so Ralf Schimmer, Stellvertretender Leiter der Max Planck Digital Library in einer Pressemitteilung.

Insofern ist der Schritt der MPG nur konsequent, denn die Nicht-Verfügbarkeit wissenschaftlicher Information behindert den wissenschaftlichen Fortschritt.

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